Campingbusausbau Vom Transporter zum Camper

Basisfahrzeuge

Welches Fahrzeug eignet sich überhaupt

Grundsätzlich erst einmal: alle Fahrzeuge, sofern nach dem Umbau zum WoMo (zumindest im Kochbereich) Stehhöhe und ausreichend Gewichtsreserven vorhanden sind. Sonst bekommen Sie wahrscheinlich keine Zulassung als Wohnmobil. Aber abgesehen davon haben die unterschiedlichen Fahrzeuge Vor und Nachteile. Hier kurz die wichtigsten Aspekte: Heckantrieb am Campingbus hat den großen Vorteil, dass durch die flexiblere Achsgeometrie der Vorderachse wesentlich weitere Lenkausschläge der Vorderreifen möglich sind. Ein mit Heckantrieb ausgestattetes Fahrzeug ist in der Lage beim Rückwärtseinparken fast “auf der Stelle” zu drehen. Bei frontgetriebenen Fahrzeugen muss man hier schon mal korrigieren. In Verbindung mit der geringeren Gesamtbreite eines MB Sprinters/VW Crafters im Vergleich zu den  FIAT/CITROEN/PEUGEOT Modellen, lässt es sich so nämlich noch bequem auf PKW Parkplätzen einparken. Außerdem steht das Fahrzeug beim Längsparken nicht in die Fahrbahn hinein und beim Fahren auf engen Landstrassen muss man nicht gleich jedes Mal am Grünstreifen anhalten wenn ein LKW oder Reisebus entgegenkommt. Hier ist es ein Vorteil - dort genau der Nachteil: Aufgrund der geringeren Gesamtbreite sind Querbetten nur in Fahrzeugen mit ausreichenden Abmessungen möglich. Fahrer und Beifahrersitz sollten so konzipiert sein, dass ein Durchstieg nach hinten möglich ist. Ich gehe einmal davon aus, dass die meisten Camper zu zweit unterwegs sind, allenfalls noch mit Kindern, die dann aber auf den hinteren Sitzbänken (mit Sicherheitsgurten) Platz nehmen. Daher ist ein Fahrerhaus mit nur zwei zugelassenen Sitzen besser als die übliche Sitzbank auf der Beifahrerseite.

Das 3,5 Tonnen Problem

Seit 1999 sind die Führerscheine der Klasse B nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen gültig. Für Papa meist kein Problem, er hat noch den alten 7,5 t Lappen,  aber wie ist es mit dem Nachwuchs? Denn jetzt wächst die junge Generation heran, die nur noch bis 3,5 Tonnen Fahrzeuge fahren dürfen und viele Hersteller von Wohnmobilen bieten ihre Modelle daher mit einem offiziellen Leergewicht von 3,5 Tonnen an um Märkte nicht zu verlieren. Und das oft sogar als Teilintegrierter mit über 7 Meter Gesamtlänge. Das kann nicht funktionieren, auch nicht mit Leichtbauweise. Wenn dann das übliche Zubehör mit bestellt wird, wird jede Urlaubsfahrt wegen Überladung zum spannenden Ferienerlebnis der besonderen Art: werde ich diesmal erwischt oder nicht? Achten Sie daher dringend auf die Gewichtsreserven. Alleine Zusatzausstattungen wie Klimaanlagen, Satellitenanlage, Solarzellen auf dem Dach, Zweitbatterie, Gasflaschen und ein zu großer Wassertank können einen sehr schnell an die magische 3,5t Grenze bringen, vom Urlaubsgepäck ganz zu schweigen. Bei der Zulassung relevant ist die DIN Norm EN 1646 2-2008. Nach dieser Norm wird das Gewicht eines Reisemobil´s festgelegt. Unter anderem werden dabei Punkte wie  der volle Dieseltank, das Reserverad, Bordwerkzeug und ein Fahrer wird mit 75 Kilogramm, ein voller Frischwassertank, der Gasvorrat sowie notwendiges Wohnmobil- Zubehör, wie Stromkabel, Zweitbatterie und vieles andere mit einbezogen. Was für kommerzielle Hersteller von Reisemobilen gilt, gilt natürlich auch für uns Selbstausbauer. Und so kann es schon mal passieren, dass bei der Ummeldung des Transporters zum Wohnmobil der Sachverständige sich bei zu knappen Gewichtsreserven diese Norm mal zur Brust nimmt, und genau nachrechnet. Wäre ja blöde wenn unser schönes neues ausgebautes Womo gar keine Zulassung bekäme. Also besser gleich beim Kauf darauf achten, das “richtige” Basisfahrzeug mit entsprechenden Gewichtsreserven zu kaufen.

Allrad oder nicht?

Nun, das kommt darauf an wohin sie fahren. Aber selbst für entlegene Schotterpisten ist aus meiner Sicht ein Allradantrieb nicht unbedingt erforderlich, wenn man die hohen Kosten für den Umbau in Betracht zieht. Denn für eine ausgewogene Offroad-Eigenschaft sind andere Faktoren mindestens genauso wichtig. Dazu gehören:     Bodenfreiheit     Offroad Reifen     große Federwege     Sandbleche, Schaufeln     Seilwinde     Ersatzreifen     Rammschutz, Ölwannenschutz u.s.w. Zwar haben die meisten Allradfahrzeuge genau diese Eigenschaften, sind aber meistens heutzutage zuschaltbar oder elektronisch geregelt. Befragt man die Besitzer dieser Fahrzeuge, wann sie den 4WD einschalten, so geben die meisten zu, dass sie ihn noch nie so richtig benötigt haben. Wie gesagt, gute Reifen sind hier wichtiger, um auf Sand, Schotter oder in der nassen Wiese vorwärts zu kommen. Für afrikanische Sanddünen oder aufgeweichte Schlammpisten - falls Sie vorhaben dahin zu fahren - ist der Allradantrieb allerdings unerlässlich. Wie gesagt, es kommt darauf an was Sie mit dem Campingbus denn machen wollen. Realistisch betrachtet ist ein Allradfahrzeug in der Größe eines herkömmlichen Kastenwagens (ausgenommen VW-Busse T4, T5 etc.) nicht unter 3,5t Gesamtgewicht zu bewerkstelligen. Man nimmt also durch Allrad auch viele Nachteile in Kauf. Daher sollte man sich wirklich genau überlegen ob man denn tatsächlich alleine durch die Wüste fahren wird, oder dann doch lieber die asphaltierte Alternativroute nimmt.
Campingbusausbau Vom Transporter  zum Camper

Basisfahrzeuge

Welches Fahrzeug eignet sich

überhaupt

Grundsätzlich erst einmal: alle Fahrzeuge, sofern nach dem Umbau zum WoMo (zumindest im Kochbereich) Stehhöhe und ausreichend Gewichtsreserven vorhanden sind. Sonst bekommen Sie wahrscheinlich keine Zulassung als Wohnmobil. Aber abgesehen davon haben die unterschiedlichen Fahrzeuge Vor und Nachteile. Hier kurz die wichtigsten Aspekte: Heckantrieb am Campingbus hat den großen Vorteil, dass durch die flexiblere Achsgeometrie der Vorderachse wesentlich weitere Lenkausschläge der Vorderreifen möglich sind. Ein mit Heckantrieb ausgestattetes Fahrzeug ist in der Lage beim Rückwärtseinparken fast “auf der Stelle” zu drehen. Bei frontgetriebenen Fahrzeugen muss man hier schon mal korrigieren. In Verbindung mit der geringeren Gesamtbreite eines MB Sprinters/VW Crafters im Vergleich zu den  FIAT/CITROEN/PEUGEOT Modellen, lässt es sich so nämlich noch bequem auf PKW Parkplätzen einparken. Außerdem steht das Fahrzeug beim Längsparken nicht in die Fahrbahn hinein und beim Fahren auf engen Landstrassen muss man nicht gleich jedes Mal am Grünstreifen anhalten wenn ein LKW oder Reisebus entgegenkommt. Hier ist es ein Vorteil - dort genau der Nachteil: Aufgrund der geringeren Gesamtbreite sind Querbetten nur in Fahrzeugen mit ausreichenden Abmessungen möglich. Fahrer und Beifahrersitz sollten so konzipiert sein, dass ein Durchstieg nach hinten möglich ist. Ich gehe einmal davon aus, dass die meisten Camper zu zweit unterwegs sind, allenfalls noch mit Kindern, die dann aber auf den hinteren Sitzbänken (mit Sicherheitsgurten) Platz nehmen. Daher ist ein Fahrerhaus mit nur zwei zugelassenen Sitzen besser als die übliche Sitzbank auf der Beifahrerseite.

Das 3,5 Tonnen Problem

Seit 1999 sind die Führerscheine der Klasse B nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen gültig. Für Papa meist kein Problem, er hat noch den alten 7,5 t Lappen,  aber wie ist es mit dem Nachwuchs? Denn jetzt wächst die junge Generation heran, die nur noch bis 3,5 Tonnen Fahrzeuge fahren dürfen und viele Hersteller von Wohnmobilen bieten ihre Modelle daher mit einem offiziellen Leergewicht von 3,5 Tonnen an um Märkte nicht zu verlieren. Und das oft sogar als Teilintegrierter mit über 7 Meter Gesamtlänge. Das kann nicht funktionieren, auch nicht mit Leichtbauweise. Wenn dann das übliche Zubehör mit bestellt wird, wird jede Urlaubsfahrt wegen Überladung zum spannenden Ferienerlebnis der besonderen Art: werde ich diesmal erwischt oder nicht? Achten Sie daher dringend auf die Gewichtsreserven. Alleine Zusatzausstattungen wie Klimaanlagen, Satellitenanlage, Solarzellen auf dem Dach, Zweitbatterie, Gasflaschen und ein zu großer Wassertank können einen sehr schnell an die magische 3,5t Grenze bringen, vom Urlaubsgepäck ganz zu schweigen. Bei der Zulassung relevant ist die DIN Norm EN 1646 2-2008. Nach dieser Norm wird das Gewicht eines Reisemobil´s festgelegt. Unter anderem werden dabei Punkte wie  der volle Dieseltank, das Reserverad, Bordwerkzeug und ein Fahrer wird mit 75 Kilogramm, ein voller Frischwassertank, der Gasvorrat sowie notwendiges Wohnmobil- Zubehör, wie Stromkabel, Zweitbatterie und vieles andere mit einbezogen. Was für kommerzielle Hersteller von Reisemobilen gilt, gilt natürlich auch für uns Selbstausbauer. Und so kann es schon mal passieren, dass bei der Ummeldung des Transporters zum Wohnmobil der Sachverständige sich bei zu knappen Gewichtsreserven diese Norm mal zur Brust nimmt, und genau nachrechnet. Wäre ja blöde wenn unser schönes neues ausgebautes Womo gar keine Zulassung bekäme. Also besser gleich beim Kauf darauf achten, das “richtige” Basisfahrzeug mit entsprechenden Gewichtsreserven zu kaufen.